Jumelage Nürnberg Parma
  • Lionsfreunde der beiden befreundeten Clubs

    Bild aus 2017 in Parma

Hans-Hermann Ueffing
Präsident

Prof. Dr. Martin Abraham
Pastpräsident

Prof. Wolfgang Manz
Vizepräsident

Thomas Heinrich
Sekretär

Dr. Karl Meyer
Schatzmeister

Dr. Carl Ernst Grummt
Clubmaster

Die Jumelage mit Lions-Club Parma Host

Jumelage – was ist das? So kann man zuweilen neue Lions-Mitglieder fragen hören. Auch uns ist es anfangs so gegangen. Freilich wurden wir rasch aufgeklärt: Eine Jumelage ist eine Partnerschaft zwischen zwei Lions-Clubs, die damit ganz praktisch umsetzen, was Ziel von Lions-International ist: den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten.

Freilich war dies in der Nachkriegszeit alles andere als selbstverständlich: Weil Deutsche durch Hitlers Angriffskrieg eine Blutspur in Europa und der Welt hinterlassen hatten, waren sie international isoliert. Erste Versuche unseres Clubs, eine Partnerschaft mit einem Club in Frankreich zu begründen, schlugen fehl. Zu tief waren die Wunden zwischen den Völkern. Dies änderte sich erst 1961: der Präsident des Lions-Clubs Parma-Host Guiseppe Corbelli und der Präsident des Lions-Clubs Nürnberg Karl Dietl lernten sich eher zufällig in einem Hotel kennen. Als klar war, dass beide Lions waren, kamen sie miteinander ins Gespräch und verstanden sich prächtig. Diese Begegnung war die Geburtsstunde der Jumelage Parma-Nürnberg, die dann in einem ersten Treffen feierlich begründet wurde. Für unseren Club war dies ein großes Ereignis. Vielen seiner Mitglieder war bereits die Gründung der LCN im Jahr 1956/57 als „Tor zur freien Welt“ erschienen, das nach dem Desaster von Krieg und NS-Staat einen Weg für „in der Isolation lebende Deutsche“ geöffnet hatte. So haben es Jörn Wolf und Christoph von Zeschau rückblickend formuliert. Dass man jetzt von Freunden aus Italien eingeladen wurde und man selber auch Gastgeber sein konnte, dass man Erfahrungen austauschen und miteinander über Gott und die Welt diskutieren konnte, das hatte es jahrzehntelang nicht mehr gegeben.

Seither treffen sich beide Clubs alle zwei Jahre im Wechsel: einmal in Parma, dann wieder in Nürnberg. Freilich zeigt sich auch hier: eine Generation gibt den Stab an die nächste weiter. Für jüngere Mitglieder ist Internationalität heute eine Selbstverständlichkeit: Beruflich ist man Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gewohnt. Und auch privat geht man im Familienurlaub gerne im Ausland auf Entdeckungsreise. Dennoch ist die Jumelage zwischen unseren Clubs etwas ganz Besonderes – und eigentlich ein absolutes Muß: Nicht nur, weil sich jeder Club für jedes Treffen ein tolles Programm überlegt, das Einblicke in Geschichte, Tradition und Fragen der Gegenwart erlaubt. Vielmehr lernt man sich durch die home-hospitality auch persönlich gut kennen. Man sieht, wie andere Clubmitglieder leben. Und man bekommt auch vieles über das Clubleben vor Ort mit. Dies ist auch deswegen hilfreich, weil man sehr schnell merkt, dass sich Probleme in den Clubs gleichen. Und man bekommt Ideen für das eigene – oder auch für gemeinsames Engagement im Sinne von we serve: 2017 lag dies in einem common sevice, der PAPPA DI PARMA APPLICATION, einer app, die armen Menschen in armen Ländern hilft, für ihre Kinder ein nahrhaftes und zugleich erschwingliches Essen aus heimischen Produkten herzustellen.

Und wie geht’s weiter? Wir sind gespannt. Wenn man zum Abschied in den Bus einsteigt, ist das Auf Wiedersehen! oder das Arrivederci! wörtlich zu nehmen. Wer einmal dabei war, will wieder hin.

Willi Stöhr, Steffen Bauersachs

 

Informationen zu Lions-Club Parma Host finden Sie hier »

Hans-Hermann Ueffing
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